Entlang der wilden Küste

In dem Moment, in dem wir diesen Text verfassen, warten wir auf das Boarding am Flughafen in Kapstadt. Es ist unser letzer Flug. Nach 18 Stunden und einem Umstieg in Doha, geht es wieder in die Heimat. So richtig realisiert, dass unsere Reise zu Ende ist, haben wir noch nicht. Deshalb war in den letzten zwei Wochen in Südafrika auch “normales” Reiseprogramm angesagt. Nach Johannesburg und den Drakenbergen haben wir uns von Durban aus die Küste bis nach Kapstadt heruntergearbeitet.

Durban liegt am westlichen Kap und ist Urlaubsziel vieler Südafrikaner. Bei dem fast schon tropischen Klima kann man die Füße in den warmen Sand stecken und nach den kalten Tagen im Landesinneren wieder Sonne tanken. Einen kurzen Stop hier können wir jedem als Verschnaufpause empfehlen, denn auf dem Weg nach Kapstadt war es leider vorbei mit dem tropischen Klima. Unser nächster halt Chintsa hatte schon ein deutlich raueres Klima, aber die Landschaft machte dies wieder wett! Verlassene Strände und eine malerische Lagune, die von Kormoranen bewohnt wird, waren die perfekte Kulisse für einen Ausritt zu Pferd. Für uns war es das erste Mal, dass wir auf einem Pferd gesessen sind und unsere rückwärtige Seite ließ uns das noch Tage später spüren! Nach dem malerischen Chintsa ging es nach Wilderness, mitten in der berühmten Garden-Route. Wilderness bietet tolle Kulissen zum Wandern und Kanu fahren. Das Dorf selbst hat kulinarisch einiges zu bieten, da viele Restaurants um die Gunst der kleinen Anwohnerschaft werben.

Letzter Halt: Kapstadt. Hier checkten wir in ein Hostel nahe dem Stadtzentrum ein und in den folgenden Tagen Kapstadt und die Umgebung heimgesucht. Da uns das Petrus leider nicht so hold war, regnete es in den ersten Tagen in Kapstadt öfter als uns lieb war. Und was macht man, wenn es regnet? Man geht sich betrinken. Weil das aber nicht so schicklich klingt, nennen wir das ganze einfach “Weintour durch Stellenbosch”. Unser Guide und Fahrer Etienne war sehr erpicht darauf uns die Südafrikanische Weinkultur näher zu bringen und erklärte uns vom Herstellungsprozess bis zur Verkostung alles was es zu wissen gibt. Nach fünf Weingütern und 25 Gläsern Wein können wir sagen, dass er seinen Job sehr gut gemacht hat.

Wie ihr sehen könnt war es kalt und windig!

Unser letzter Tag in Südafrika, sowie unserer Weltreise verbrachten wir auf der Halbinsel vor Kapstadt, die im Kap der guten Hoffnung endet. Am südwestlichsten Punkt Afrikas endet also unsere Reise. Die Landschaft dort ist genauso wild wie der Rest von Südafrika und wird von meterhohen Wellen und peitschendem Wind heimgesucht. Die Pinguinkolonie in Hout Bay fühlt sich bei diesem Wetter aber Pudelwohl und brütet fleißig am Strand.

Wir nehmen an dieser Stelle Abschied von unserer Reise und freuen uns auf die Heimat.

Unsere Tage waren lang, aber die Monate doch so kurz.

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